Andreas Kadler, CEO von COQON, über Innovation, Digitalisierung und smartes Wohnen

Der Text erschien ursprünglich im +3 Magazin in der Süddeutschen Zeitung. 

Genau ein Jahrzehnt ist es nun her, als Apple das erste I-Phone auf den Markt brachte. Was damals als bahnbrechend galt, wird heute als normal empfunden. Getreu dem olympischen Motto „Schneller, höher, weiter“ erleben wir in der Technologie beständige Verbesserungen in Sachen Komfort. Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt, Internet, E-Mails und Lieblingsmusik immer dabei zu haben. Viele Angelegenheiten lassen sich komfortabel vom Smartphone aus managen. War das wirklich einmal anders? Undenkbar. Die Digitalisierung ist in unserem Alltag überall präsent. In unseren Autos macht uns eine Vielzahl intelligenter Helfer das Fahren so komfortabel wie noch nie. Vor 20 Jahren waren Klimaanlage, Tempomat und Navigationssystem nur hochpreisigen Fahrzeugen vergönnt – inzwischen gehören sie zur Standardausstattung vieler Autos. Diskussionen über PS und Hubraum sind heute von gestern, längst geht es um teilautonomes oder gar autonomes Fahren. Und darum, wie gut sich das Lieblings-Smartphone ins Infotainment-System einbinden lässt.

Autonomer Wohnraum

Im Auto genießen wir die Annehmlichkeiten unserer digitalen Welt also schon. Warum gelingt uns diese Transformation noch nicht in unseren eigenen vier Wänden? Häuser und Wohnungen sind von Autonomie noch ein Stück entfernt, die Distanz zur Digitalisierung ist dank entsprechender Systemlösungen aber schon kleiner geworden. Weil wir Immobilien intensiver und länger nutzen als ein Auto, sind Komfortgewinne deutlich stärker spürbar. Bislang sorgten jedoch hohe Kosten, eine mangelnde übergreifende Vernetzung und eine hohe Komplexität dafür, dass smarte Häuser noch nicht Standard sind. Diese Aspekte waren für uns der Ansporn, COQON zu entwickeln – ein System, mit dem wir bereits heute unzählige Wohnräume autonom oder teilautonom machen. Der Bedarf ist vorhanden: Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts YouGov möchten 74 Prozent der Menschen hierzulande in einem Smart Home leben.

Das Zuhause ist immer nur ein Fingertipp entfernt – oder meldet sich von selbst

Fast täglich kommen neue technische Innovationen hinzu, aber erst die intelligente Vernetzung der Produkte macht das Wohnen auch smart. Wenn abends nicht alle Rollläden oder Lichter einzeln per Hand bedient werden müssen, verspüren wir einen enormen Komfortgewinn – ein Fingertipp auf dem Smartphone übernimmt die Steuerung oder alles geht spielerisch leicht nach einem zuvor festgelegten Plan. Hinzu kommt beim „intelligenten Wohnen“ unser erhöhtes Sicherheitsbedürfnis. Im Ernstfall, beispielsweise bei einem Brand, fahren – ausgelöst durch das Signal der Rauchmelder – die Rollläden hoch, machen die Räume zugänglich für die Einsatzkräfte und senden zeitgleich eine Push-Nachricht aufs Handy. Oder Bewegungsmelder und Kameras melden unerwünschte Gäste, das Licht geht wie von Zauberhand an und die Sonos-Stereoanlange dreht auf. Nicht zu vergessen ist der Bereich des Energiemanagements. So lässt sich der Wohnkomfort steigern und nebenbei die Heizkosten reduzieren, indem sich zum Beispiel relevante Daten einer Wetterstation einbinden lassen und etwa beim Verlassen der Wohnung die Temperatur absenken. Und umgekehrt: Nach einer Reise steuern Sie direkt nach der Landung per Smartphone die Heizung so, dass es bei der Rückkehr angenehm warm ist.

Ein System für Smart-Home-Profis und Einsteiger

Eine Innovation ist selten eindimensional. Ein funkvernetztes, erweiterbares System wie COQON funktioniert zweigleisig. So fühlt sich der Smart-Home-Newcomer mit leicht anzubringenden Plug-and-Play-Produkten genauso mitgenommen wie der anspruchsvolle Nutzer, bei dem smarte Produkte hinter der Wand verschwinden sollen. Was uns in der Entwicklung zudem am Herzen lag: Für die Steuerung der smarten Produkte ist durchgehend nur eine einzige App nötig. In Zeiten, in denen viel über die Anfälligkeit von Smart-Home-Systemen diskutiert wird, können wir nachweislich behaupten: COQON ist so sicher abgeschirmt wie ein Bankautomat.

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Smarte Lösung für ein sicheres Zuhause
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